Sonntag, 24. Juli 2011

wo ist dein herz?

Das wichtigste ist, dass ich weiß, dass du da bist! Irgendwo da oben. Besonders an solchen Tagen, solchen kalten und nassen Tagen, muss ich an Dich denken. Wärst du stolz auf dieses Mädchen, dass dir so ähnlich sieht? Würdest du weinen, wenn du wüsstest, wie schwer es ohne Dich ist? Ich wäre überglücklich, wenn ich wüsste, ob es dir gefällt, wie ich rede, was ich tue, und wie ich aussehe. Nichts wäre schöner, als zu wissen, dass du stolz auf mich bist. Du warst der Einzige, der mich verstand. Ich könnte den Schmerz zusammenhalten, doch wenn sie dir immer wieder sagen, dass du ihm so ähnlich siehst, und dass deine Augen die gleichen sind, dann weiß man nicht mehr, wie man sich aufrecht hält. Sie haben Recht, und ich weiß es. Als du gingest, schenktest du mir mein Herz. Paps hatte meins ja zuvor zerbrochen. Du warst mein Halt. Und seitdem du weg bist, fehlt die Zeit ohne Dich umso mehr. Ich vermisse dich nicht, ich kann kaum ohne Dich einen Schritt wagen. Ich habe Dir doch blind vertraut. Ich hoffe, dass du damals von da oben mitbekamst, wie ich deinen Abschiedsbrief mit sechs Jahren schrieb. Meine hÄnde waren voller Tränen, die Blätter fast aufgeweicht, und meine Sätze überschulgen sich. Nichts fiehl mir schwerer, als diesen Brief abzugeben. Denn damit wurde mir klar, dass du nicht mehr wiederkommst. Und jedes mal, wenn ich an deinem Grab stehe, fühle ich mich, wie dieses Sechsjährige kleine Mädchen, mit diesem Brief in der Hand. Es tut nicht weh. Es zerfertzt mein Herz, jedes Mal..

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